Die Stadien der Sprachentwicklung
Die Sprachentwicklung folgt einem festen Muster, auch wenn der genaue Ablauf bei jedem Kind zeitlich variieren kann.
Diese Stadien geben Eltern einen Rahmen, was zu erwarten ist.
1. Lallphase (0–12 Monate)
Schon bevor Babys echte Wörter sprechen, lernen sie die Grundlagen der Sprache:
• Gurren: Ab ca. 6–8 Wochen beginnen Babys, vokalähnliche Laute wie „oo“ oder „ah“ zu erzeugen.
• Plappern: Ab 4–6 Monaten entstehen wiederholte Konsonant-Vokal-Kombinationen wie „ba-ba“ oder „da-da“.
• Gesten: Zeigen, Winken und Greifen helfen Babys, ihre Bedürfnisse auszudrücken.
• Auf Geräusche reagieren: Babys wenden sich Stimmen zu, erkennen vertraute Geräusche und zeigen Interesse an Sprachmustern.
2. Erste Wörter (12–18 Monate)
• Kleinkinder sprechen in der Regel um ihren ersten Geburtstag herum ihre ersten erkennbaren Wörter.
• Frühe Wörter sind oft Nomen wie „Mama“, „Papa“ oder Namen vertrauter Gegenstände.
• Kinder beginnen, einfache Anweisungen zu verstehen, wie „komm her“ oder „gib mir das Spielzeug“.
3. Wortschatzerweiterung (18–24 Monate)
• Kleinkinder erleben einen Wortschatzschub und lernen oft täglich neue Wörter.
• Sie beginnen, zwei Wörter zu einfachen Phrasen zu kombinieren, z. B. „mehr Saft“ oder „geh Park“.
• Imitation ist in dieser Phase entscheidend; Kinder kopieren Wörter und Laute von Erwachsenen und älteren Geschwistern.
4. Erste Sätze (2–3 Jahre)
• Kinder beginnen, kurze Sätze mit drei oder mehr Wörtern zu verwenden.
• Sie beginnen, Pronomen, Verben und einfache Grammatik zu nutzen.
• Fragen wie „Was ist das?“ oder „Wo gehen?“ tauchen auf, während Kleinkinder ihre Sprachfähigkeiten testen.
5. Komplexe Sätze (3–4 Jahre)
• Mit drei bis vier Jahren können Kinder längere Sätze bilden und beginnen zu erzählen.
• Sie beginnen, Zeitformen (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) und komplexere Grammatikregeln zu verstehen.
• Soziale Kommunikation entwickelt sich, wenn sie Gespräche mit Gleichaltrigen und Erwachsenen führen.

